Modellprojekte

Seit 1991 initiiert und leitet der Verband Modellprojekte zu aktuellen Themen der ästhetisch-künstlerischen Bildung. Sie haben die inhaltliche und strukturelle Weiterentwicklung der Kunstschularbeit in Niedersachsen zum Ziel. Die Kunstschulen erhalten durch die Modellprojekte die Möglichkeit, innovative Ansätze in der Kunstschulpraxis über mehrere Monate oder Jahre zu erproben. Durch die gemachten Erfahrungen können die Kunstschulen ihr Bildungsangebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene nachhaltig verbessern und erweitern.

Die Konzepte der Modellprojekte entwickelt der Landesverband in Orientierung an aktuelle Diskurse in Kunst und Bildung sowie im Austausch mit seinen Mitgliedern.

Konstitutiv für den Erfolg und die Nachhaltigkeit von Modellprojekten ist eine externe wissenschaftliche Begleitung, die gemeinsam mit den beteiligten Kunstschulen an der Praxis forscht, Impulse gibt und den Prozesse dokumentiert.

Unterstützt werden die TeilnehmerInnen in den Modellprojekten durch:

  • themenspezifische Fortbildungen
  • Plattformen zum Austausch
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Exkursionen
  • Beratung

Weitere Informationen und nähere Angaben zu den einzelnen Projekten können Sie gerne beim Landesverband erfragen.

 

 

Kunst im Alltag erfahrbarer machen – das ist ein Ziel des neues Förderprogramms generationKUNST.

Kunstschulen werden während ihrer ‚Forschungsreise‘, in ihren Prozessen von der Konzeption über die Projekterfahrung und deren Dokumentation bis hin zur Auswertung und Übertragung, beratend begleitet. Hierfür konnte der Landesverband die Künstlerin Susanne Bosch gewinnen.

Der Untertitel des Modellprogramms Kunstschulprojekte von der kulturellen Teilhabe zu gesellschaftlichem Empowerment verweist auf die Intention, in der Vermittlung von Kunst als soziale und ästhetische Praxis auszugehen, und zwar hinsichtlich der Teilhabe, der Begleitungs- und Forschungsprozesse wie auch im Dokumentieren und Kommunizieren.

Das Förderprogramm beabsichtigt, Kunstschulen darin zu unterstützen, sich mit Projekten, die einen hohen Aufforderungs- und Beteiligungscharakter haben, in die Gesellschaft zu integrieren. Alleinstellungsmerkmal der Kunstschulen ist KUNST. Und wenn Kunst die Betrachterinnen und Betrachter zu neuen Sehgewohnheiten auffordert, so kann das auch die ästhetische und künstlerische Bildung der Kunstschulen. Das heißt, das Programm generationKUNST will die Kunstschulen motivieren, über eine formal-ästhetische Praxis hinausgehend, das kritische Potenzial der kulturellen Bildung zu heben. Letztendliches Ziel ist, die Beteiligten in dem Programm mit einer ästhetisch-künstlerischen Bildung zu ermutigen, eine neue Haltung zu entwickeln und zu einem anderen Handeln und Gestalten – auch jesneits von Kunst – zu bewegen. Zum Programmhintergrund erfahren Sie hier mehr.

Mit dem Förderprogramm generationKUNST legt der Landesverband nur einen Rahmen fest, den die Kunstschulen mit individuellen Projektideen füllen können. Insofern können die Ideen der Kunstschulen an dieser Stelle nicht vorweggenommen werden, da jede Kunstschule eigenständig entscheiden kann, wie sie Kunst im Alltag erfahrbarer machen und zu einer kreativen Haltung ermutigen will.

Die Ausschreibung zur Beteiligung an dem Modellprojekt finden Sie hier.

Leitung, Konzeption, Organisation, Beratung, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung, Präsenz in der Fachdebatte sowie Förderabwicklung und Prüfung der Verwendung des Programms erfolgt durch den Landesverband der Kunstschulen.

Es wird eine zeitliche Dauer von 18 Monaten je Kunstschulprojekt, mit Antragstellung, Konzeption, Durchführung, Dokumentation, Auswertung und Vermittlung empfohlen. Parallel finden mehrere Kunstschulprojekte statt. Insgesamt können 12 Kunstschulen mit ihren Projekten teilnehmen.

Die Projekte der Kunstschulen werden durch Susanne Bosch begleitet. Sie wird die Projekte aufzusuchen, projektspezifische Dokumentationsformate entwickeln, mit denen die Projektentwicklungen prozessbegleitend und vielstimmig auf einer eigenständigen Website kommuniziert werden können, sowie im Rahmen von zwei bis drei Round-Tables während des Projektverlaufs für einen Austausch, die Auswertung und eine Reflexion über den Transfer sorgen. Der wissenschaftliche Begleitprozess wird mit dem Ansatz der Aktionsforschung arbeiten, in dem die Kunstschulakteur_innen und -akteure selbst zu Forschenden zu werden und der dadurch eine intensive und nachhaltige Erfahrungs- und Wissensproduktion bewirkt.
Neben einer kleinen Abschlussbroschüre ist für das Ende des Programmzeitraums eine Abschlusstagung geplant.

Gerahmt wird das Programm durch eine Auftaktveranstaltung, die interessierte Kunstschulen im Vorfeld einer Antragstellung in das Thema und das Programm einführen wird, und eine Abschlusstagung, auf der die Ergebnisse in einem erweiterten thematischen Kontext diskutiert werden. Zwischendurch erhalten die beteiligten Kunstschulen auf den Round-Tables die Möglichkeit ihre Ansätze, Erfahrungen sowie Ergebnisse und Erkenntnisse zu reflektieren, weiterzuentwickeln, auszuwerten und ihre dokumentierenden Beiträge für die Website und eine kleine Abschlussbroschüre zu erarbeiten.

Neuigkeiten erscheinen demnächst an dieser Stelle:

Am 2. Juni 2017 findet in der Kunstschule KunstWerk in Hannover eine Auftaktveranstaltung zu dem Modellprogramm statt.

„Kunstschule im Kontext – Neue Chancen für kulturelle Teilhabe“ ist das neue Förderprogramm des Landes für Kunstschulen ab 2017, in der Nachfolge des Landesprogramms „Kunstschule 2020 – Neue/Nachhaltige Strukturen für kulturelle Bildung„.

In den vergangenen sechs Jahren sind die Landesmittel in die Konsolidierung und Entwicklung der Kunstschulstrukturen geflossen. 25 Kunstschulen sind in den vergangenen drei Förderperioden à zwei Jahren bislang gefördert worden. Der überwiegende Anteil dieser Kunstschulen konnte die Förderung und die Beratung der RegionalberaterInnen der Lags erfolgreich für sich nutzen.
Nachzulesen sind die Ergebnisse in der Dokumentation „Kunstschule 2020„.

Auf Vorschlag des Landesverbandes wird die Kunstschulförderung des Landes in 2017 Vorhaben der Kunstschulen unterstützen, die zur Vervielfältigung kultureller Teilhabe beitragen.

12 Kunstschulen erhalten eine Förderung um neue Zielgruppen zu erschließen, neue Formate zu konzipieren und zeitgemäße Marketingstrategien zu entwickeln. Eine Übersicht der geförderten Kunstschulen finden Sie hier.

Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördert 2016 mit 22.500 Euro fünf Projekte zum Thema „Diversität als Haltung“ in den folgenden Kunstschulen:

Georgsmarienhütte, Kunstschule Paletti

Hannover, Kunstschule KunstWerk

Oldenburg, Oldenburger Kunstschule

Osnabrück, Kunstwerkstatt der Musik&Kunstschule der Stadt

Schwarmstedt, Kunstschule PINX

Ausgangspunkt dieser aktuellen Kunstschulprojekte ist das Qualifizierungskonzept FACHKRAFT ÄSTHETISCHE BILDUNG, das Kunstschulen entwickelt haben.

Die Projekte bauen insbsondere auf den Fachmodulen zu den Themen „Sprache“ und „Vielfalt“ auf und sind eine Kombination aus Praxis, Qualifizierung und Beratung. Durch Kooperationen mit Kitas beteiligen sich sowohl ErzieherInnen, Kinder, als auch VermittlerInnen der Kunstschulen und geflüchtete Menschen, die in den Kunstschulen ein Praktikum absolvieren.

Ziel der Projekte soll es sein, mit den Mitteln der Ästhetischen Bildung, für einen bestimmten Zeitraum einen Raum zu öffnen, in dem Kollaboration stattfinden kann, oder anders formuliert, in dem die Kita zu einem Labor für das Aushandeln des Verschiedenen wird, in dem das künstlerische Tun zur nonverbalen Kommunikation und darüber hinaus zum Voneinanderlernen und Erkennen, bei allen Beteiligten, beiträgt.

Kompetenzorientierte Qualifizierung für pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich

NEUNEUNEU!!! Publikation ist da!

Die Qualifizierung zur

ist ein Modellprogramm, das mit den Kunstschulen im Landesverband in Zusammenarbeit mit der Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung seit 2013 entwickelt und erprobt wird.

Die Konzeptions- und Erprobungsphase wurde und wird auch noch in diesem Jahr durch das Niedersächsische Ministerium für Wisenschaft und Kultur gefördert.

Die Qualifizierung besteht aus einem Basismodul zur Ästhetischen Bildung, zwei Fachmodulen mit den Schwerpunkten Sprache, Vielfalt oder Kinder unter drei Jahren und einem Praxisprojekt. Die Qualifizierung schließt mit dem Zertifikat „Fachkraft Ästhetische Bildung“.

Derzeit sind noch in der Entwicklung und Erprobung die beiden weiteren Fachmodule „Ästhetische Bildung und MINT“ sowie „Ästhetische Bildung und Medien“.
Einen ersten Eindruck der „Fachkraft Ästhetische Bildung“ gewinnen Sie in diesem Flyer.
Seit 2015 sind 15 Kunstschulen authorisiert die Qualifizierung für pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich anzubieten. Diese Kunstschulen sind die folgenden Einrichtungen:

Presse

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die AnsprechpartnerInnen der einzelnen Kunstschulstandorte.

Das Modellprogramm „Fachkraft Ästhetische Bildung“ ist innovativ und zukunftsweisend in der kompetenzorientierten Ausrichtung der Qualifizierung und in der Förderung der Durchlässigkeit zwischen Berufstätigkeit und Hochschulstudium für pädagogische Fachkräfte des Elementarbereichs. Eine Allgemeine Anrechnungsempfehlung liegt seit Januar 2015 vor.

Das praxis- und handlungsorientierte Fortbildungskonzept orientiert sich an der Alltagsrealität in Kindertageseinrichtungen. Durch die Vielfalt der Zugänge und durch die künstlerischen Methoden eignet sich besonders die ästhetisch-kulturelle Bildung zur Förderung des frühen Lernens mit allen Sinnen.

In dem Modellprogramm vernetzen sich Professionen und Kompetenzen aus Sozialpädagogik, Kunst und kultureller Bildung, Erwachsenenbildung und Wissenschaft.
Ziel ist die Stärkung der Kinder durch eine nachhaltige Professionalisierung frühpädagogischer Fachkräfte und Einrichtungen.

In 2014 ist das Qualifizierungskonzept „Fachkraft Ästhetische Bildung“ als eine von 10 besten Ideen im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Rauskommen! Der Jugendkunstschuleffekt 2014“ des bjke (Bundesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen e.V.) nominiert worden.

Kunstschule 2020
Nachhaltige Strukturen für kulturelle Teilhabe

Das Landesprogramm ist so erfolgreich, dass es in 2015/2016 unter dem neuen Untertitel „Nachhaltige Strukturen für kulturelle Teilhabe“ bereits in die 3. Förderrunde geht.

Seit 2010 führen das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen e.V. in Zusammenarbeit mit der Regionalberatung der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen e.V. das Programm „Kunstschule 2020“ durch.
Im Rahmen des Programms stellen sich die Kunstschulen auf den Prüfstand und suchen nach zukunftsfähigen Lösungen für ihre Einrichtung. „Kunstschule 2020“ begleitet Kunstschulen in der Entwicklung und Umsetzung neuer Organisations-, Angebots- und Finanzkonzepte, wodurch es zur Struktursicherung der Einrichtung und zur Professionalisierung der in den Kunstschulen Tätigen beiträgt.
Schwerpunkte in „Kunstschule 2020“ sind neben der Organisations- und Personalentwicklung der Ausbau von Kooperationen, Ideen und Maßnahmen für eine Einrichtungsleitung in Kombination zwischen Hauptamt und Ehrenamt sowie die Konzeption von neuen inhaltlichen Formaten zur Profilierung der Kunstschule.
Die Strukturfördermaßnahme ist bestrebt, in der Verknüpfung von Motivierung, Professionalisierung und begleitendem Veränderungsmanagement, die Kunstschulen für die Entwicklung von Organisations-, Angebots- und Finanzstrukturen zu befähigen, so dass die zukünftigen Einrichtungen bzw. Organisationen unter sich wandelnden Rahmenbedingungen vor Ort gut aufgestellt sind und sich aktiv, vorausschauend und (mit)gestaltend einbringen können.

Absicht der Maßnahme ist insofern die Ausbildung und Stärkung der Handlungskompetenz der Kunstschulen (bzw. der in ihnen Tätigen) im politischen, inhaltlichen und strukturellen Arbeiten, um die dann wie auch immer geartete Einrichtung oder Organisation Kunstschule zukunftsfähig zu machen.

Die Herausforderungen und Perspektiven

Die Herausforderungen, vor denen die Kunstschulen heute stehen, haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Sie beeinflussen Existenz und Praxis der Kunstschulen, so dass Anforderungen wie Potenziale den strukturellen Voraussetzungen und Ressourcen der Kunstschulen nicht mehr entsprechen.

Partner profitieren von Kooperationen mit Kunstschulen

Kunstschulen stehen seit Einführung der Ganztagsschulen und des Rechtsanspruchs auf einen beitragsfreien Kitaplatz vor einem Paradigmenwechsel, da sie den Rückgang an TeilnehmerInnen nur durch den Ausbau von Kooperationen auffangen können. Diese Kooperationen werden für die Kunstschulen in Zukunft alternativlos sein. Damit aber der Übergang gelingen kann, ist ein an Qualitätskriterien ausgerichtetes Bildungsmanagement erforderlich, das inhaltliche, methodische, organisatorische, rechtliche und finanzielle Kriterien berücksichtigt.

Kunstschulen brauchen Strecke statt Sprints

Mit der zunehmenden Ablösung der institutionellen Förderungen durch Projektförderungen, dem demografischen Wandel innerhalb der Kunstschulen und der Veränderung des ehrenamtlichen Engagements befinden sich ca. 50 % der Kunstschulen in Niedersachsen in einem Dilemma. Denn die ehrenamtliche Geschäftsführung von Kunstschulen ist nicht mehr zeitgemäß, da sie den hohen Erwartungen an Professionalität und Präsenz der Kunstschule in der Kommune widerspricht. Besonders dort, wo aus Altersgründen eine Nachfolge der ehrenamtlichen Leitung gesucht wird, ist der Fortbestand der Kunstschule gefährdet, da sich jüngere Generationen ein unbezahltes Hauptamt nicht leisten können und darüber hinaus vorübergehende Engagements vorziehen. Bedarf und Gewinn einer hauptamtlichen, professionellen Kunstschulleitung sind in dem Landesprogramm „Kunstschule 2020“ nur allzu deutlich geworden. Die Erfahrungen in dem Programm zeigen, dass unter einer soliden und kontinuierlichen Finanzierung Kunstschulen zur kulturellen Teilhabe aktivieren und innovative Praxisformen und Projektformate im Umfeld eröffnen.

Die Publikation

Ihre Erfahrungen und Ergebnisse haben die Kunstschulen ausführlich und anschaulich in der aktuellen Publikation „Kunstschule 2020“ beschrieben. Die Veröffentlichung ist nicht nur Dokumentation und Auswertung. Gleichzeitig ist sie informativ, wirbt für die Einrichtungsform „Kunstschule“ und empfiehlt sich als Ratgeber.

NEU NEU NEU!!!
In 2015 und 2016 werden im Rahmen des Lansdesprogramms „Kunstschule 2020“ die folgenden 15 Kunstschulen gefördert:

  • Kunstschule Kube Bederkesa e.V.
  • Kunstwerkstatt im Cuxhavener Kunstverein e.V.
  • Spuk – Spiel und Kunst Samtgemeinde Freren e.V.
  • Kunstschule Paletti Georgsmarinhütte e.V.
  • Kunstschule KunstWerk e.V., Hannover
  • Kunstschule Hildesheim e.V.
  • Kunstschule Kiebitz e.V., Jever
  • jukus e.V., Laatzen
  • Kunstschule Ikarus e.V., Lüneburg
  • Kunstschule im Meppener Kunstkreis e.V.
  • Jugendkunstschule Neustadt am Rübenberge e.V.
  • Kunstschule PINX im Kunstverein Schwarmstedt e.V.
  • Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark e.V.
  • Abraxas, Jugendkreativwerkstatt Kunstschule Westerstede e.V.
  • Kunstschule Wunstorf e.V.

Siehe auch Pressemitteilung des MWK vom 06.03.2015

In 2013 und 2014 sind folgende Kunstschulen gefördert worden:

  • Kunstschule im Kunstverein Achim e.V.
  • Kunstschule Kube Bederkesa e.V.
  • Kunstwerkstatt e.V., Bad Münder e.V.
  • Kunstschule Noa Noa e.V., Barsinghausen
  • Kunstwerkstatt im Cuxhavener Kunstverein e.V.
  • Spuk – Spiel und Kunst Samtgemeinde Freren e.V.
  • Kunstschule Paletti Georgsmarinhütte e.V.
  • Kunstschule Hildesheim e.V.
  • Kunstschule Kiebitz e.V., Jever
  • Kunstschule Ikarus e.V., Lüneburg
  • Jugendkunstschule Neustadt am Rübenberge e.V.
  • Klex Kunstschule Oldenburg e.V.
  • Kunstschule Mittelweser e.V., Stolzenau
  • Kunstschule Wunstorf e.V.

Im Förderzeitraum 2010 bis 2012 nahmen die nachstehenden Kunstschulen am Programm teil:

  • Kunstwerkstatt in der Jugendmusikschule Bad Münder e.V.
  • Kunstwerkstatt im Cuxhavener Kunstverein e.V.
  • Kunstschule Paletti Georgsmarienhütte e.V.
  • Kunstschule KunstWerk e.V., Hannover
  • Freie Kunstschule Leer i. d. Karl-Ludwig-Böke-Gesellschaft e.V.
  • Kunstschule Lingen im Kunstverein Lingen e.V.
  • Kunstschule Ikarus e.V., Lüneburg
  • Kunstschule im Meppener Kunstkreis e.V.
  • Kunstschule Norden e.V.
  • Kunstschule der Städtischen Galerie Nordhorn
  • Musik- und Kunstschule Osnabrück
  • Kunstschule PINX im Kunstverein Schwarmstedt e.V.

Siehe auch Pressemitteilung des MWK vom 12.12.2012

Dieses Landesprogramm ist in seiner Konzeption und Kooperation bundesweit einzigartig. Das Entscheidende aber ist, dass der bisherige Projektprozess mit vorbereitenden Workshops sowie mit den individuellen Beratungsleistungen der RegionalberaterInnen gezeigt hat, dass dieses Programm auf die Bedarfe zur Stabilisierung der Kunstschulen, auch der etablierten Einrichtungen, sehr gut zugeschnitten ist.

Der Landesverband der Kunstschulen hat in 2013/2014 mit 27 Kunstschulen in Niedersachsen ein außergewöhnliches Kunst(schul)projekt initiiert.

Unter der Schirmherrschaft des Landtagspräsidenten Bernd Busemann haben ca. 100 Kinder und Jugendliche in den Kunstschulen ein „Parlament in Ton“ entworfen.
Hierzu haben sie alle 137 Abgeordnete sowie vier Minister und Ministerinnen des Landtages in Ton porträtieren.

Alle ca. 40 cm großen Porträts wurden im Februar 2014 in originaler Sitzverteilung des Plenums auf einer 28qm großen Fläche in der Wandelhalle des Landtages für zwei Wochen ausgestellt.

Nach Ablauf der Ausstellung haben alle Abgeordneten am 27.2. ihr Porträt überreicht erhalten.

Mit dem Projekt „Parlament in Ton“ entstand eine „Hommage an den niedersächsischen Landtag“, gesehen durch die Augen jugendlicher Kunstschüler und Kunstschülerinnen.

Fotos:
in der Kreiskunstschule Gifhorn: Porträtsitzung mit Ingrid Klopp beim Aufbau der Präsentation während der Eröffnung: Helge Limburg, Grant Hendrik Tonne, Ulrich Watermann; Foto: Helge Krückeberg, Hannover

Modellprojekt von 2005 bis 2006

Mit den Projekten „Familienstudio“, „Tunnelblick“, „zeitr@um“, „Stadt-
gestaltung“, „das Werk ruft“, „document“ und „Baustelle Identität“ ist das Modellprojekt „Schnittstelle Kunst – Vermittlung. Zeitgenössissche Arbeit in Kunstschulen“ in sieben Mitgliedskunstschulen des Verbandes von 2005 bis 2006 durchgeführt worden. Es griff das Konzept der Kunstschulen bilden mit kunst auf, indem es sich mit Differenzen, Übergängen und Schnittflächen zwischen künstlerischen und bildenden Aspekten auseinander setzte.

Beteiligte Kunstschulen

  • miraculum. Kunstschule Stadt Aurich mit dem Projekt
  • „MITMACHKUNST“: „das Werk ruft“ und „wasserwerken“
  • Kunstschule KunstWerk Hannover mit dem Projekt „zeitr@um“
  • Kunstschule Lingen mit dem Projekt  „Tunnelblick oder – In die Tiefe gehen!“
  • Kunstschule IKARUS Lüneburg mit den Projekten „FAMILIENSTUDIO IKARUS“ und „Expedition STADTraum“
  • Musik- und Kunstschule der Stadt Osnabrück mit dem Projekt „document“
  • Kunst- und Kreativschule Springe mit dem Projekt  „Kinder gestalten ihre Stadt“
  • KuSS Kunstschule Stuhr mit dem Projekt  „Baustelle Identität“: „Gegenstände erzählen Geschichte/n“ und „(K)eine Nase wie die andere“

Ziele des Modellprojektes

  • Auseinandersetzung der KunstschulmitarbeiterInnen mit Positionen, Methoden und Vermittlungsformen zeitgenössischer Kunst
  • Entwicklung und Umsetzung darauf basierender Angebotsmöglichkeiten in Kunstschulen

Ziel des Modellprojektes war weder eine im engeren Sinne verstandene Vermittlung zeitgenössischer Kunst, noch eine zeitgenössische Vermittlung von traditioneller Kunst (vgl. z.B. Museumspädagogik). Dagegen bildeten solche Positionen und vor allem Strategien (nicht Materialen, Techniken, Werke) gegenwärtiger Kunst eine Orientierung, deren Vermittlung immanenter Bestandteil der künstlerischen Aussage ist.

Wissenschaftliche Begleitung

Wissenschaftlich begleitet wurde das Modellprojekt von Carmen Mörsch, zum damaligen Zeitpunkt Juniorprofessorin für Materielle Kultur und ihre Didaktik am Institut Kunst – Textil – Medien der Fakultät Sprach- und Kulturwissenschaften an der Universität Oldenburg und Constanze Eckert, Künstlerin und Kunstvermittlerin aus Berlin. Der Forschungsprozess orientierte sich an den erziehungswissenschaftlichen Verfahren der Aktionsforschung und der Teamforschung.

Forschungsfragen

Ausgehend von den Fragen aller beteiligten AkteurInnen standen folgende Forschungsfragen im Vordergrund:

  • „Welche Dynamisierungsprozesse erzeugt das Modellprojekt in Bezug auf die Arbeit in den Kunstschulen?
  • Welche dieser Prozesse werden von den AkteurInnen als produktiv und zukunftsweisend erachtet?
  • Wie sind diese Prozesse zu verstetigen?“

Fortbildungen

Der Verband hat den TeilnehmerInnen des Modellprojektes folgende Fortbildungen und Round Tables angeboten:

  • Projektmanagement
    27. und 28. Januar 2005 in Meppen
  • Wird die Kunst immer pädagogischer? (Zeitgenössische Kunst I)
    26. Februar 2005 in Hannover
  • Round Table I / Teamforschung
    18. Juni 2005 in Oldenburg
  • Arbeiten mit zeitgenössischer Kunst (Zeitgenössische Kunst II)
    02. und 03. September 2005 in Nordhorn
  • Round Table II / Teamforschung
    01. und 02. Oktober in Oldenburg
  • Round Table III / Teamforschung
    10. und 11. März 2006 in Oldenburg
  • Round Table IV / Teamforschung
    06. und o7. Oktober 2006 in Oldenburg
  • Round Table V / Teamforschung
    24. und 25. Novemver 2006 in Oldenburg

Finanzierung

Das Modellprojekt wurde mit Landesmitteln aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

Die Publikation zum Modellprojekt beschreibt die Erfahrungen und Ergebnisse der einzelnen Kunstschulprojekte ausführlich und stellt sie in einen auswertenden Kontext.

Modellprojekt von 2000 bis 2003

In dem Modellprojekt „sense&cyber“ integrierten vier Kunstschulen in Aurich, Hannover, Meppen und Oldenburg die neuen Medien in ihre kunstpädagogische Praxis. Unter wissenschaftlicher Begleitung wurden in „sense&cyber“ für die zukünftige Praxis der ästhetischen Bildung relevante Konzepte, Methoden und Projektformen im Kontext von Kunst und alten wie neuen Medien entwickelt und erprobt.
Das dreijährige Forschungsprojekt (01.04.2000 bis 31.03.2003) wurde im Rahmen des Programms „Kulturelle Bildung im Medienzeitalter“ (kubim) der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung je zur Hälfte aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Landes Niedersachsen gefördert.

Das Projekt ist ausführlich in der Publikation sense&cyber. Kunst, Medien, Pädagogik dokumentiert und ausgewertet.

Ein Cross-over-Modellprojekt von Kunstschulen und Musikschulen 1997 bis 1998

Ziel des gemeinsamen Modells „KlangForm“ war, den ästhetischen Raum zwischen den Künsten und den sie vertretenden Institutionen, hier: Kunstschulen und Musikschulen, mit unterschiedlichen interdisziplinären Projektentwürfen zu erforschen und zu gestalten.
Die gemeinsamen KlangForm-Projekte von Kunstschulen und Musikschulen folgten natürlichen, architektonischen und sozialen formgebenden Aspekten, wie sie von den ProjektinitiatorInnen an den Projektorten vorgefunden und ausgewählt wurden. Die unterschiedlichen (Formen-)Sprachen und Handlungszusammenhänge der Beteiligten zeigten einmal mehr, dass in (interdisziplinären) Projekten kommunikative Kompetenz ein wichtiger Faktor für das Gelingen ist. Klangskulpturen, Klanginstallationen, Aktionen an ungewöhnlichen Orten und in ungewöhnlichen Zusammenhängen, Einmischungsmöglichkeiten in die Gesamtkomposition durch das Publikum; diese für KlangKunst typischen Merkmale wurden von allen an dem Modell beteiligten und in der Dokumentation KlangForm vorgestellten KlangForm-Projekten auf sehr unterschiedliche Weise und mit großem Engagement verwirklicht. Dieses Modellprojekt hat damit eine Vorstellung über das Neuland zwischen Kunstschulen und Musikschulen erlebbar gemacht.

Beteiligte Institutionen:

  • Calenberger Musikschule, Gehrden
  • Kunstschule im Meppener Kunstkreis
  • Kunstschule Noa Noa, Barsinghausen
  • Kunstschule Zinnober, Papenburg
  • Musikschule des Emslandes
  • Musikschule des Landkreises Verden
  • Werkstatt des Kunstvereins Achim
  • Kunstschule Lingen

Das Projekt ist in der Publikation KlangForm dokumentiert.

Fortbildungsprojekt von 1997 bis 2000

Mit der Intention kunstnahe Forschungs-und Gestaltungswege zu fördern, hat der Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen das „Laboratorium Kunst“ konzipiert.

Hier wurde die aktuelle Bedeutung ästhetischer Arbeit nicht nur inhaltlich reflektiert, sondern mit verschiedenen Partnern in unterschiedlichen Szenarien methodisch umgesetzt.

Das „Laboratorium Kunst“ wurde zusammen mit der Kunstschule „Die Werft“ in Wilhelmshaven und dem Fach Kunst der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg durchgeführt. Projekteigner war Dr. Hartmut Wiesner, Bildender Künstler und Hochschullehrer für Bildende Kunst und innovative Didaktik an der Universität Oldenburg sowie Initiator und Leiter der Kunstschule „Die Werft“.

Wilhelmshaven bot über die Gesamtlaufzeit den Bezugsrahmen und
die konkreten wie abstrakten Handlungs- und Erfahrungsspielräume zwischen Natur und Technik, Geschichte und Gegenwart. Ein wesentliches Prinzip der hier praktizierten Bildungsarbeit zeigte sich in der Umsetzung, die im Gegensatz zu wissenschaftlichen Methoden individuell und assoziativ geprägt und, so Hartmut Wiesner, als „ernsthaftes Spiel zwischen Wirklichkeit und Fiktion, Phantasie und Versuch“ zu charakterisieren ist.

Das Laboratorium Kunst hat bundesweit Maßstäbe für dieses herausragende Bildungsexperiment und damit verbunden für das „Konzept Kunstschule“ gesetzt.

Modellprojekt von 1997 bis 1999

Vor dem Hintergrund der rasanten technologischen Veränderungen, sowohl der gebauten wie der medialen Umwelt, beginnt ein völlig
neues Kapitel für die Sinne. Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf unsere Wahrnehmung der Welt sind noch kaum erfasst.

Die Frage, ob die Sinne weiterhin als Mittler zwischen Körper und Welt, zwischen Innen und Außen funktionieren können, damit der Mensch nicht im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Gleichgewicht gerät, ist unbeantwortet. Im Kunstschulkonzept wird ästhetisches Lernen als Schlüsselfunktion für alle Lernvorgänge begriffen. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des Modells multimediale, themen- und material-, raum- und naturspezifische Zugangsformen vorgestellt. Unabhängig von den so beschriebenen Angebotsformen war die Förderung von Wahrnehmungs- und Gestaltungskompetenz mit künstlerischen Mitteln und im Umgang mit Kunst gemeinsamer Maßstab dieser Vermittlungspraxis.

Die in der Kunstschulpraxis mit dem Begriff „Ästhetisches Lernen“ verknüpften Ansätze und Wirkungsabsichten wurden im Rahmen des Modells „Ästhetisches Lernen“ durch die an dem Modell beteiligten Kunstschulen Jever, Lingen, Meppen, Oldenburg, Papenburg und Stuhr vertreten. Im Dialog zwischen PraxisexpertInnen und TheorievertreterInnen wurden Themen aus psychologischer, kunstspezifischer und pädagogischer Sicht zur Diskussion gestellt, um Akzente für eine Neuformulierung des Begriffs und des Angebots zu setzen.

Beispielhafte Ergebnisse der Projektpraxis können mit dem Film Vom Finden und Erfinden nachvollzogen werden.